Gasspeicher in Österreich: Füllstand, Reserve und wie sicher der Winter ist
- Am 21. September 2026 lagen 68,06 TWh Gas in Österreichs Speichern, 67,9 Prozent der Kapazität. Ein Jahr davor waren es 84,72 TWh. Eingespeichert wird derzeit nicht einmal ein Drittel so viel pro Tag wie im Vorjahr.
- Die Speicher fassen rund 100 TWh und damit mehr, als Österreich in einem Jahr verbraucht. Mehr als die Hälfte des gewerblich gelagerten Gases gehörte im vergangenen Winter aber Kunden aus dem Ausland.
- 20 TWh sind strategische Reserve des Bundes, gesichert bis 1. April 2029. Freigeben kann sie nur der Energieminister per Lenkungsverordnung, wenn der Markt die Versorgung nicht mehr schafft.
- Der Gaspreisindex für Oktober liegt mit 77,83 Euro je MWh 125 Prozent über dem Vorjahr. Tarife, die sich monatlich am Großhandel orientieren, geben das zuerst weiter.

Wie voll die Speicher gerade sind
Am Gastag 21. September 2026 lagen in Österreichs Speichern 68,06 Terawattstunden Gas. Das sind 67,9 Prozent der Arbeitsgaskapazität von 100,28 TWh. Am selben Tag des Vorjahres waren es 84,72 TWh oder 84,1 Prozent. Der Abstand: knapp 17 TWh, gut ein Fünftel eines Jahresverbrauchs.
Noch deutlicher zeigt sich der Unterschied beim Tempo. Netto flossen an diesem Tag 79,6 Gigawattstunden in die Speicher. Im September 2025 waren es 277,1 GWh am Tag, also mehr als das Dreifache. Die Zahlen stammen aus der europäischen Speicherplattform AGSI, die das Energieministerium auf energie.gv.at täglich mit zwei Tagen Verzögerung veröffentlicht.


Der Rückstand ist älter als der Sommer. Im März 2026 lag der Füllstand im Monatsmittel bei 35,5 Prozent, ein Jahr davor bei 45,5 Prozent. Über den Sommer ist die Lücke gewachsen: Im August betrug sie 14,6 Prozentpunkte, im September schon über 16.
Bis 1. November, dem traditionellen Stichtag für den Winter, wird sich daran wenig ändern. Hält das aktuelle Tempo, kommen bis dahin rund 3 TWh dazu. Der Speicherstand läge dann bei etwa 71 TWh. Im Oktober wird üblicherweise langsamer eingespeichert, eher also etwas weniger.
Warum heuer so wenig eingespeichert wurde
Zwei Gründe nennt das Ministerium: Der vergangene Winter war kalt, es wurde mehr Gas aus den Speichern geholt. Und die hohen Preise samt der Unsicherheit, wie es mit ihnen weitergeht, bremsen das Einspeichern.
Hinter den hohen Preisen steht der Krieg mit dem Iran, der am 28. Februar 2026 begonnen hat. Durch die Straße von Hormus läuft normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Flüssiggases, Ende August war sie weiterhin weitgehend blockiert. Katar hat durch iranische Angriffe bis zu 17 Prozent seiner Exportkapazität verloren. Europa bezog im vergangenen Winter nur rund 7 Prozent seines Flüssiggases aus Katar, konkurriert aber mit Asien um jede Ladung, die der Weltmarkt noch hergibt.
Für Händler, die Speicher füllen, rechnet sich das schlecht. Wer im Sommer teures Gas einlagert, braucht einen noch höheren Preis im Winter, um Speichergebühr und Kapitalkosten hereinzuspielen. Laut ORF warteten viele Marktteilnehmer zudem auf sinkende Preise und hielten Käufe zurück. Das ist das Grundproblem eines Marktes, in dem die Speicher privaten Händlern gehören: Sie speichern ein, wenn es sich lohnt, nicht wenn es der Versorgungslage gut tut.
Wem das Gas im Speicher gehört
Österreich hat für seine Größe außergewöhnlich viel Speicherraum. Mit rund 100 TWh fassen die Anlagen mehr, als das Land in einem Jahr verbraucht - 2024 waren es 74,4 TWh. Die AGSI-Plattform setzt für Österreich einen Jahresverbrauch von 78,2 TWh an. Daran gemessen entsprechen die 68 TWh vom 21. September 87 Prozent eines Jahresbedarfs.
Diese Rechnung klingt beruhigender, als sie ist. Einige Speicher, allen voran Haidach, wurden für den deutschen Markt gebaut und werden bis heute stark von ausländischen Händlern genutzt. Haidach in der Gemeinde Straßwalchen, der größte Speicher des Landes, hing bis Dezember 2022 überhaupt nur am deutschen Leitungsnetz. Laut einem Bericht des Wirtschaftsministeriums gehörten zwischen 10. Dezember 2024 und 3. Juni 2025 52 bis 60 Prozent des gelagerten Gases Kunden außerhalb Österreichs, die strategische Reserve nicht eingerechnet (Studie „Wasserstoffspeicher in Österreich"). Dieses Gas wird nach dem Ausspeichern exportiert.
Überträgt man diesen Anteil auf den heutigen Stand - mit Vorsicht, denn er schwankt über das Jahr -, ergibt sich folgendes Bild: Von den 68 TWh sind 20 TWh Reserve. Von den übrigen rund 48 TWh gehörten nach dem Verhältnis des Vorjahres 19 bis 23 TWh österreichischen Speicherkunden. Zusammen mit der Reserve wären das rund 40 TWh für den heimischen Markt, grob ein halber Jahresverbrauch.
| Speicher | Lage | Arbeitsgas | Betrieb |
|---|---|---|---|
| Haidach | Salzburg | 33,5 TWh | RAG (technisch), vermarktet von SEFE Storage und RAG Energy Storage |
| OMV-Speicherpool (Schönkirchen-Reyersdorf, Tallesbrunn, Thann) | Niederösterreich, Oberösterreich | rund 26,8 TWh | OMV Gas Storage |
| 7Fields | Oberösterreich, Salzburg | 24,2 TWh | Uniper Energy Storage (50 %), RAG (technisch) |
| Puchkirchen/Haag | Oberösterreich | 12,5 TWh | RAG |
| Aigelsbrunn | Oberösterreich | 130 Mio. m³ | RAG |
| Haidach 5 | Salzburg | 0,185 TWh | RAG |
Quellen: RAG Austria, OMV Gas Storage. Die RAG-Speicher sind ausgeförderte Erdgaslagerstätten in porösem Sandstein. Der Großteil der Kapazität liegt im Alpenvorland zwischen Salzburg und Oberösterreich.
Die strategische Reserve: 20 TWh für den Ernstfall
Unabhängig von den Händlern hält der Bund seit 1. November 2022 eine eigene Reserve von 20 TWh. Das ist etwa ein Viertel des Jahresverbrauchs oder, anders gerechnet, der Bedarf von rund zwei Wintermonaten. Verwaltet wird sie von der Austrian Strategic Gas Storage Management GmbH (ASGM), einer Tochter des Netzsteuerers AGGM. Von den 20 TWh, die 2022 in zwei Ausschreibungen beschafft wurden, stammten 8,5 TWh aus nicht-russischen Quellen.
Ursprünglich sollte die Reserve 2025 auslaufen, dann im April 2027. Im Juni 2026 hat die Regierung sie bis 1. April 2029 verlängert, festgeschrieben in der Verordnung BGBl. II Nr. 172/2026 (AGGM). Billiger wird sie dabei auch: Für das Speicherjahr 2026/27 kostet die Einlagerung 94 Millionen Euro, für 2027/28 und 2028/29 jeweils 38,75 Millionen. Der Grund laut Ministerium: Die Reserve braucht keine teuren Ein- und Ausspeicherkapazitäten, weil sie nicht gehandelt wird, sondern liegen bleibt.
Wichtig für die Einordnung: Die Reserve ist kein Puffer für einen teuren Winter. Freigeben kann sie nur der Energieminister mit einer Verordnung nach dem Energielenkungsgesetz, wenn eine Versorgungsstörung droht, die der Markt nicht mehr lösen kann. Hohe Preise allein reichen dafür nicht. Wird Gas aus der Reserve entnommen, muss sie bis zum nächsten 1. Oktober wieder voll sein.
Was die EU vorschreibt - und warum Österreich das leicht erfüllt
Seit 2022 gilt in der EU ein Füllziel für Gasspeicher. Im Juli 2025 hat das Europäische Parlament die Regeln gelockert (Pressemitteilung): Die 90 Prozent müssen nicht mehr genau am 1. November erreicht sein, sondern irgendwann zwischen 1. Oktober und 1. Dezember. Bei schwierigen Marktbedingungen dürfen die Staaten um bis zu 10 Prozentpunkte darunter bleiben, die Kommission kann weitere 5 Punkte zugestehen. Die Verordnung gilt bis Ende 2027.
Für Österreich ist die 90-Prozent-Marke aber kaum der Maßstab. Für Länder mit sehr großen Speichern senkt die Verordnung das Ziel auf 35 Prozent des durchschnittlichen Jahresverbrauchs der letzten fünf Jahre. Mit dem AGSI-Wert von 78,2 TWh gerechnet sind das rund 27 TWh - der aktuelle Stand liegt weit darüber. Formal ist Österreich also auf der sicheren Seite, auch mit 68 Prozent. Die eigentliche Frage ist eine andere: wie viel des gespeicherten Gases im Winter tatsächlich für Österreich da ist.
Zum Vergleich: Die EU-Speicher insgesamt waren Ende August zu 64,7 Prozent gefüllt, Österreich lag laut Ministerium auch im August über dem europäischen Schnitt.
Woher Österreichs Gas jetzt kommt
Bis Ende 2024 kam der Großteil des Gases aus Russland, über die Ukraine und die Slowakei nach Baumgarten an der March. Am 16. November 2024 stellte Gazprom Export die Lieferungen an die OMV ein, am 11. Dezember 2024 kündigte die OMV den Vertrag, der bis 2040 gelaufen wäre (OMV). Mit 1. Jänner 2025 endete auch der Transit durch die Ukraine.
Seither hat sich die Flussrichtung umgedreht. In den ersten neun Monaten 2025 kamen täglich im Schnitt 184 GWh über Oberkappel und 59 GWh über Überackern aus Deutschland, dazu netto 33 GWh über Arnoldstein aus Italien. In Baumgarten fließt jetzt mehr Gas hinaus als herein. Die OMV bezieht ihre Mengen nach eigenen Angaben aus eigener Förderung in Norwegen und Österreich, von anderen Produzenten und aus langfristigen Flüssiggasverträgen.
Rechtlich ist der Ausstieg inzwischen fixiert. Eine EU-Verordnung verbietet russisches Flüssiggas vom Spotmarkt seit Anfang 2026, Pipelinegas läuft bis spätestens 30. September 2027 aus (Europäisches Parlament).
Die neue Abhängigkeit heißt Deutschland. Das ist politisch unproblematisch, technisch aber eine Frage der Mengen. Der deutsche Speicherverband INES warnte Ende August, bei schlecht gefüllten Speichern und einem sehr kalten Winter könne Deutschland den normalen Bedarf womöglich nicht mehr vollständig decken. Und ein Teil des in Österreich gelagerten Gases gehört genau diesen deutschen Kunden.
Reicht das Gas für den Winter?
Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer sagt ja: Österreich sei „für den Winter gut gerüstet". Eine einfache Rechnung hilft beim Einordnen. Im vergangenen Winter fiel der Speicherstand von rund 85 TWh im Oktober auf rund 35 TWh nach dem Winter. Netto wurden also etwa 50 TWh entnommen, in einem kalten Winter.
Startet der kommende Winter mit 71 TWh und verläuft gleich, stünden im Frühjahr rechnerisch noch gut 20 TWh in den Speichern. Das ist ungefähr die strategische Reserve. Die Rechnung ist eine Größenordnung, keine Prognose: Wie viel entnommen wird, hängt von Temperatur, Importen und den Preisen ab. Wird Gas knapp, steigt sein Preis, und die Händler holen mehr über die Leitungen aus Deutschland und Italien. Sie zeigt aber, dass nach einem kalten Winter wenig Luft bliebe - und dass der Start in die Einspeichersaison 2027 wieder bei null Vorsprung beginnt.
Für den Ernstfall gibt es den Notfallplan Gas mit drei Stufen. Die Frühwarnstufe hat Österreich am 30. März 2022 ausgerufen, sie bedeutet verschärfte Beobachtung des Marktes, aber keine Eingriffe. In der Alarmstufe wird der Markt noch mit Marktmitteln stabilisiert. Erst in der Notfallstufe kann der Minister per Verordnung Gasmengen lenken.
Auch dann trifft es Haushalte zuletzt. Als geschützte Kunden gelten nach § 7 des Gaswirtschaftsgesetzes Haushalte am Verteilernetz, grundlegende soziale Dienste und Fernwärmeanlagen, soweit sie Haushalte und kleine Betriebe versorgen und nicht auf einen anderen Brennstoff umsteigen können. Eingeschränkt werden zuerst Großabnehmer, etwa Industriebetriebe und Kraftwerke, die auf Öl ausweichen können.
Was der Speicherstand für Ihre Gasrechnung bedeutet
Die Versorgung ist für Haushalte das kleinere Risiko. Das größere ist der Preis. Der Österreichische Gaspreisindex der Österreichischen Energieagentur liegt für Oktober 2026 bei 77,83 Euro je MWh und damit erstmals seit Jänner 2023 über 70 Euro. Wie stark das bei Ihnen ankommt, hängt davon ab, an welchen Index Ihr Tarif gekoppelt ist und wie oft er angepasst wird.
| Index (Energieagentur) | Wert | Plus zum Vorjahr | Mehrkosten brutto je 1.000 kWh | Hochgerechnet auf 15.000 kWh |
|---|---|---|---|---|
| Monat Oktober 2026 | 77,83 €/MWh | +125,3 % | rund 52 € | rund 780 € |
| Quartal Q4 2026 | 64,25 €/MWh | +76,7 % | rund 33 € | rund 500 € |
| Saison Winter 2026/27 | 54,97 €/MWh | +44,2 % | rund 20 € | rund 300 € |
| Jahr | 47,87 €/MWh | +30,5 % | rund 13 € | rund 200 € |
Berechnung: Differenz zum Vorjahreswert des jeweiligen Index plus 20 Prozent Umsatzsteuer, unter der Annahme, dass der Lieferant den Anstieg vollständig weitergibt. Die Hochrechnung auf 15.000 kWh zeigt, was ein ganzes Jahr auf diesem Niveau kosten würde, und ist keine Prognose. Netzkosten und Abgaben sind nicht enthalten.
Die Spannweite ist groß. Ein Floater-Tarif, der sich jeden Monat am Monatsindex orientiert, gibt den Sprung sofort weiter. Ein Fixpreis, der vor dem Sommer abgeschlossen wurde, schützt bis zum Ende der Laufzeit. Ein Jahresindex glättet die Spitzen. Bei Lieferanten, die ihre Preise nur einmal im Jahr anpassen, kommt der Anstieg mit Verzögerung - Großhandelspreise brauchen erfahrungsgemäß rund ein halbes Jahr bis auf die Rechnung. Wie sich der Gaspreis für Haushalte zusammensetzt, steht im Beitrag zu den Gaspreisen in Österreich.
Was sich jetzt konkret tun lässt:
- Vertrag prüfen. Auf der letzten Rechnung oder Preisinformation steht, woran Ihr Energiepreis gekoppelt ist und wann er sich das nächste Mal ändern darf. Das Ministerium nannte für August 2026 einen Bestbieterpreis von 12,23 Cent je kWh inklusive Netz und Abgaben (Wien, 15.000 kWh, mit Neukundenrabatt).
- Nicht in Panik fixieren. Ein Fixpreis, der jetzt abgeschlossen wird, enthält bereits die hohen Winterpreise. Er kauft Planbarkeit, keinen niedrigen Preis.
- Die Heizung einstellen. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart laut die umweltberatung bis zu 6 Prozent Heizkosten. Ein hydraulischer Abgleich senkt den Verbrauch zusätzlich, weil die Therme nicht mehr gegen falsch verteilte Wassermengen anheizt.
- Zuschüsse nutzen. Viele Bundesländer zahlen einkommensschwachen Haushalten einen Heizkostenzuschuss, Voraussetzungen und Fristen unterscheiden sich stark. Einen Überblick gibt der Beitrag zu Energiearmut und Heizkostenzuschuss.
Langfristig bleibt das Muster dasselbe wie 2022: Wer mit Gas heizt, hängt an einem Weltmarkt, auf den weder Österreich noch die eigene Therme Einfluss haben. Dazu kommen steigende Netzkosten, weil immer weniger Kunden das Leitungsnetz bezahlen (Anstieg der Gasnetzkosten). Welche Alternativen es gibt und was der Tausch kostet, steht im Beitrag zur Zukunft der Gasheizung und zum Heizungstausch.
Häufige Fragen
Wie voll sind die Gasspeicher in Österreich aktuell?
Am 21. September 2026 waren sie zu 67,9 Prozent gefüllt, mit 68,06 TWh Gas. Ein Jahr davor lag der Füllstand bei 84,1 Prozent. Die Werte veröffentlicht das Energieministerium täglich auf energie.gv.at, jeweils mit zwei Tagen Verzögerung.
Reicht das Gas in den Speichern für den Winter?
Nach Einschätzung des Energieministers ja. Die Speicher allein müssen den Winter aber nicht tragen, weil laufend Gas über Deutschland und Italien importiert wird. Ein Winter wie der letzte würde den Speicherstand rechnerisch auf rund 20 TWh drücken - etwa die Höhe der strategischen Reserve.
Wem gehört das Gas in den österreichischen Speichern?
Den Händlern und Versorgern, die Speicherkapazität gebucht haben, dazu 20 TWh dem Bund als strategische Reserve. Zwischen Dezember 2024 und Juni 2025 gehörten 52 bis 60 Prozent des gewerblich gelagerten Gases Kunden aus dem Ausland. Dieses Gas wird wieder exportiert.
Wo liegen die Gasspeicher in Österreich?
Vor allem im Alpenvorland in Salzburg und Oberösterreich, darunter Haidach mit 33,5 TWh und 7Fields mit 24,2 TWh, sowie im Weinviertel in Niederösterreich (Schönkirchen-Reyersdorf, Tallesbrunn). Insgesamt fassen sie rund 100 TWh.
Wird Gas im Winter 2026/27 teurer?
Im Großhandel ist es das schon: Der Gaspreisindex für Oktober 2026 liegt 125 Prozent über dem Vorjahr, der Winter-Index 44 Prozent. Wie viel davon auf der Rechnung ankommt, hängt vom Tarif ab. Floater-Tarife reagieren sofort, Fixpreise erst nach Ablauf der Bindung.
Kann mir im Notfall das Gas abgedreht werden?
Haushalte sind geschützte Kunden nach dem Gaswirtschaftsgesetz. Bei einer Gasmangellage werden zuerst Großabnehmer wie Industrie und Kraftwerke eingeschränkt. Lenkungsmaßnahmen setzen eine Verordnung des Energieministers voraus und sind erst in der dritten Stufe des Notfallplans vorgesehen.
Was ist die strategische Gasreserve?
20 TWh Gas, die der Bund seit November 2022 in österreichischen Speichern hält. Sie ist bis 1. April 2029 gesichert und darf nur per Energielenkungsverordnung freigegeben werden, wenn die Versorgung mit Marktmitteln nicht mehr gesichert ist - nicht, um Preise zu senken.
Stand: 22. September 2026. Speicherdaten: AGSI über energie.gv.at (Gastag 21.09.2026), Gaspreisindex: Österreichische Energieagentur (Oktober 2026).